{"id":37,"date":"2016-01-07T16:52:40","date_gmt":"2016-01-07T15:52:40","guid":{"rendered":"http:\/\/plewaandhorses.com\/?page_id=37"},"modified":"2016-04-08T20:23:35","modified_gmt":"2016-04-08T18:23:35","slug":"praktischer-gelaendeaufbau","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/plewaandhorses.com\/?page_id=37&lang=de","title":{"rendered":"Kriterien f\u00fcr einen fairen Gel\u00e4ndeaufbau"},"content":{"rendered":"<p><img class=\"alignright\" src=\"http:\/\/plewaandhorses.com\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/gelaendeaufbau02.jpg\" alt=\"\" \/>Die Gel\u00e4ndepr\u00fcfung ist stets das Kernst\u00fcck einer Vielseitigkeitspr\u00fcfung. Die Anforderungen an das Pferd unterscheiden sich prinzipiell von denen in Dressur und Springen. Das Besondere ist, dass das Pferd in einer Gel\u00e4ndepr\u00fcfung Spr\u00fcnge in einer fremden Umgebung \u00fcberwindet, die es so noch nie gesehen hat. In der Dressur und im Springen sind die Anforderungen weitgehend standardisiert und man kann sie im Training gezielt \u00fcben und das Pferd darauf vorbereiten. Das Gel\u00e4ndepferd muss hingegen dazu ausgebildet werden, dass es in jedem neuen Gel\u00e4nde und \u00fcber immer wieder neue Spr\u00fcnge zurechtkommt. Daraus folgt, dass auch eine Pr\u00fcfung im Gel\u00e4nde einen hohen Ausbildungswert hat; ein Start in einer Pr\u00fcfung vermittelt dem Pferd (hoffentlich gute) Erfahrungen, die ihm bei den n\u00e4chsten Gel\u00e4ndestrecken im Gewinn von Routine und Sicherheit zugutekommen. Daher ist es besonders wichtig, dass jede Gel\u00e4ndepr\u00fcfung einerseits klassengerecht, andererseits aber auch lehrreich f\u00fcr Pferd und Reiter sein soll, dabei aber vor allem das Vertrauen des Pferdes in jede Art von Gel\u00e4ndespr\u00fcngen gef\u00f6rdert und gefestigt wird und das Pferd motiviert wird f\u00fcr die n\u00e4chsten Pr\u00fcfungen.<\/p>\n<p>In der Planung einer Strecke kommt es zun\u00e4chst auf eine harmonische Linienf\u00fchrung an, die fl\u00fcssiges und rhythmisches Reiten erm\u00f6glicht. Dabei sollten gleich die Bodenverh\u00e4ltnisse ber\u00fccksichtigt werden, die auch bei extremeren Witterungsbedingungen (sehr hei\u00df oder viel Regen) sicher und pferdebeinschonend bleiben sollten. Dann beginnt der Parcourschef mit der Planung der Gel\u00e4ndespr\u00fcnge unter Ber\u00fccksichtigung der m\u00f6glichen Einbindung in die vorhandene Natur. Die ersten Einzelspr\u00fcnge sollten besonders achtunggebietend sein, um das Pferd zur entsprechenden Aufmerksamkeit zu bringen und an die Springanforderungen der jeweiligen Pr\u00fcfung heranzuf\u00fchren. Die ersten Spr\u00fcnge sollten ein freundliches Profil haben und es Pferd und Reiter erleichtern, in einen guten Rhythmus zu kommen. Der Rhythmus ist deshalb so wichtig, weil das Pferd versucht, im Galopprhythmus zu atmen. Etwa ab dem vierten oder f\u00fcnften Sprung darf eine erste anspruchsvollere Phase kommen, in der beispielsweise die Rittigkeit oder die Pr\u00e4zision des Reitens \u00fcberpr\u00fcft wird, oder die Balance oder das Vertrauen zum Graben. In den unteren Pr\u00fcfungen wird man dem Pferd nur eine Aufgabe an einem Sprung stellen, in h\u00f6heren Klassen werden Aufgaben auch kombiniert (z.B. ein schmaler Sprung als Wassereinsprung oder zwei Ecken hintereinander auf enger gebogener Linie). Wichtig: jeder Sprung muss eine bestimmte Aufgabe, einen Zweck \u00a0erf\u00fcllen; das kann auch sein als eine Art \u201eErholungssprung\u201c z.B. nach einer anspruchsvollen Kombination. Je kleiner die Klasse, umso weniger Kombinationen sollten enthalten sein. Die Verteilung der Hindernisse \u00fcber die gesamte Strecke sollte m\u00f6glichst gleichm\u00e4\u00dfig sein. Es hat sich auch bew\u00e4hrt, Spr\u00fcnge ca. 20 bis 40 m hinter einer Wendung zu platzieren; dies f\u00f6rdert die Sicherheit, weil die Reiter dadurch quasi \u201egezwungen\u201c werden, das Tempo zu reduzieren, das Pferd in ein besseres Gleichgewicht zu bringen und die Pferde damit auf den Sprung, auch mental, vorzubereiten.<\/p>\n<p>Bei der Gestaltung von Strecken und Hindernissen ist es immer ratsam, sich vorzustellen, wie das Pferd die Strecke empfinden k\u00f6nnte und wie es das Hindernis optisch wahrnimmt, wenn es im h\u00f6heren Tempo darauf zu galoppiert. F\u00fcr die Sichtweise des Pferdes ist der Kontrast besonders bedeutsam, wie sich der Sprung von der Umgebung farblich abhebt. Das Pferd sollte aus einer gewissen Entfernung die Art des Sprunges und seine Dimensionen erkennen k\u00f6nnen. Das gilt auch f\u00fcr Stufen, insbesondere bergab, oder f\u00fcr Wassereinspr\u00fcnge.\u00a0 F\u00fcr die Planung der letzten Hindernisse gilt, dass sie respektabel sind, von Reitern und Pferden ernst genommen werden und noch aus kontrolliertem Tempo geritten werden. Das Tempo gegen Ende der Strecke zu \u00fcberziehen, gilt als unreiterlich und dient nicht der Schonung des Pferdes.<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere und konkretere Informationen zu einem fachgerechten und fairen Gel\u00e4ndeaufbau\u00a0 ist die Brosch\u00fcre \u201eAufbau und Abnahme von Gel\u00e4ndestrecken\u201c der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) besonders zu empfehlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gel\u00e4ndepr\u00fcfung ist stets das Kernst\u00fcck einer Vielseitigkeitspr\u00fcfung. Die Anforderungen an das Pferd unterscheiden sich prinzipiell von denen in Dressur und Springen. 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